Kino Blog Aug 02.2006
Frei lässt in seinem Mosaik aus archäologischer Detektivgeschichte, Interviews mit Zeitzeugen, politischer Reportage und ethnographischem Feature und eine alte Kultur aus den Trümmern des zerstörten Weltkulturerbes wieder aufleben.
Mittelbayrische Zeitung Jul 28.2006
Mit seiner filmischen Umsetzung eines politisch äußerst sensiblen Ereignisses hat Christian Frei ein eindringliches Loblied auf die Toleranz geschaffen, ohne dabei die Komplexität des Problems und der Perspektiven aus den Augen zu verlieren.
3sat Aug 03.2006
Frei's undogmatische Herangehensweise erfrischt! Er betreibt keine Effekthascherei mit diesem sensiblen Sujet, sondern schöpft in einer langen, weiten Reise die Möglichkeiten des Dokumentarfilms aus.
TV Spielfilm und TV Today Aug 03.2006
Frei ist erneut ein großer Film geglückt.
freundin Aug 03.2006
... zurückhaltend und daher umso erschütternder.
FOCUS Aug 03.2006
Vielschichtige Doku.
Berliner Zeitung Aug 03.2006
Frei verwebt Geschichten aus Mythologie und Legende, aus dokumentarischer Anschauung vor Ort und vielen Interviews zu einem luzide flimmernden Netz, in dem die wahnsinnig schönen Landschaften (Kamera: Peter Indergand) wie goldene Kiesel hängen.
B.Z. Berlin Aug 03.2006
Beeindruckende Bilder ... Kein einfacher Film, aber die Anstrengung wert.
Neues Deutschland Aug 03.2006
... sein Film dokumentiert präzise, aber er klagt nicht an. Frei enthält sich jeder Polemik.
TIP Berlin Aug 03.2006
Voller Poesie imaginiert Frei die 16-jährige Reise eines buddhistischen Mönchs ...
DER TAGESSPIEGEL Aug 03.2006
Die Geschichte der ,Giant Buddhas’ fasziniert!
DIE WELT Aug 03.2006
...hochinteressantes Material...
SPIEGEL online Aug 03.2006
Mit ,The Giant Buddhas’ unternimmt Frei eine umfassende Rekonstruktionsarbeit.
DIE ZEIT Aug 03.2006
... berührende Szenen ... Was Frei auf jeden Fall sehr aufrichtig ins Bild setzt, ist ein grassierendes Geschichtsgefühl, unser aller Ratlosigkeit über eine Zivilisation, die keinen Frieden findet und vielleicht gar keinen will.
FILMSTARTS (Film des Monats) Aug 03.2006
Christian Frei ist der Komplexität des Themas dank grosser, dramaturgischer Sorgfalt mehr als gerecht geworden.
Titel, Thesen Temperamente Aug 03.2006
Der Magie von Bamiyan haben die Taliban nichts anhaben können...

Ein faszinierender Dokumentarfilm.
kino-kritik (Ute Nardenbach) Aug 02.2006
Die filmische Reise zu den von den Taliban zerstörten Buddha-Statuen wird zu einem poetischen Manifest gegen Intoleranz.
Zitty Berlin Aug 02.2006
Ein fesselnder Dokumentarfilm. "The Giant Buddhas" ist eine Ballade über die Vergänglichkeit. Ein filmisches Kunstwerk.
Hamburger Abendblatt Jul 29.2006
Der Tag, als die Buddhas verschwanden...

Scheinbar endlos dehnen sich die Sekunden, in denen man nur die Felswand mit einer hohen Nische sieht, in deren Dunkel der Buddha wartet. Plötzlich zuckt ein roter Schein aus der Nische, dann folgt eine große, immer weiter wachsende Staubwolke, die ins Riesenhafte anschwillt, bis sie die gesamte Felswand verdeckt.

Die Detonation war unhörbar, als der arabische Sender al- Dschasira am 19. März 2001 diese Bilder aus Bamyan veröffentlichte, aber sie wurde überall auf der Welt wahrgenommen. Die Talibanführer in Afghanistan hatten ihre Drohung wahr gemacht und die Buddha-Statuen "komplett gesprengt". Selten hat die Zerstörung eines Kulturdenkmals einen solchen internationalen Aufschrei hervorgerufen.

Film-Dienst Aug 01.2006
Christian Frei organisiert unterschiedlichste Perspektiven, spannt große weltanschauliche Bögen, enthält sich dabei jedoch weitgehend vorschneller Bewertungen. Der Film weitet sich so zur Reflexion über Toleranz und den Umgang der Kulturen untereinander.

Ein Füllhorn an Informationen und Anregungen.
mephisto Aug 01.2006
Christian Frei ist einer der erfolgreichsten Dokumentarfilmer Europas.
Blickpunkt: Film Jul 26.2006
Erschütternde Dokumente ermessen die kulturelle Bedeutung der Zerstörung, wenn sich die beiden 55 und 35 Meter hohen Symbole für Weisheit und Toleranz in einer gigantischen Rauchwolke auflösen. Da wird achvollziehbar, wie es ist, etwas zu zerstören, das nicht wieder aufgebaut werden kann und für immer vernichtet worden ist.

Bewusst verzichtet Frei darauf, diese Tat zu verdammen. Die Bilder sprechen für sich, da braucht es keine zusätzliche Empörung. Und es bleibt bei diesem zurückhaltenden Ton. Auch sind diese Szenen nicht unbedingt das Zentrum des vielseitigen und vielschichtigen Essay, der kaum mehr eine Doku im klassischen Sinne ist, sondern vielmehr eine assoziative und besinnliche Reise darstellt, die ihr Thema behutsam umkreist und in viele verschiedene Schichten vordringt.

Jede Erwartungshaltung kann man getrost über Bord werfen, wird aber dafür mit ungeahnten Einsichten belohnt. So mäandert der von hypnotischen Score u. a. von Philipp Glass unterlegte Film etwa ins siebte Jahrhundert zu den Reiseberichten des chinesischen Wandermönchs Xuangzang, zu den archäologischen Ausgrabungen des Geschichtsprofessors Tarzi, den kargen Lebensbedingungen in dem einstigen spirituellen Zentrum am Ende der Seidenstraße, einem abgebrochenen chinesischen Nachbauprojekt und der photogrammetrischen Rekonstruktion der Statuen.

Selbst nicht unbedingt korrekte Ansichten kommen zur Sprache, Kritik am selbstherrlichen Westen ist ebenso erlaubt, wie die Kommentare des Al-Jazeera-Reporters Taysir Alony. Er konnte als einziger Journalist die Sprengungen filmen und liefert differenzierte Ansichten zum Islam mit, in einer facettenreichen, poetischen Reflexion über Politik, Kultur und Religion - ganz ohne belehrende Attitüde.
DER SPIEGEL Jul 24.2006
Grossartig!
tagesthemen (ARD) Jul 27.2006
Eine dokumentarische Annäherung an die Wucht des Verlustes. Ein faszinierender Film aus einem geschundenen Land.

Das zerstörte Erbe (tagesschau.de)
www.filmstarts.de (Jörn Schulz) Jul 06.2006
Christian Frei hat bereits mit seiner Oscar-nominierten Reportage "War Photographer" über den Kriegsfotografen James Nachtwey bewiesen, ein sicheres Händchen für politisch sensible Themen zu besitzen. Mit seinem neuesten Film „The Giant Buddhas“ ist ihm ein meditatives filmisches Essay über die Zerstörung der Stauen und die Geschichten um deren Peripherie gelungen.

Was „The Giant Buddhas“ zu einem Essay werden lässt, ist unter anderem die persönliche Erzählebene, die in Form eines Ich-Erzählers in Erscheinung tritt. Christian Frei bzw. sein Alter Ego steht in Briefkontakt mit Nelofer Pazira. Durch das Vorlesen der Briefe werden Reisen, Orte und Handlungen erklärt, die das Filmteam unternimmt, was eine gute Orientierung garantiert. Das journalistische „Ich“ als Stilmittel funktioniert hervorragend; man wähnt sich mit dem Filmteam auf Reisen.

Was bleibt von den beiden Buddha-Statuen, deren zu staub gewordene Überreste der Wind über das gesamte Bamiyan-Tal verteilt hat? Was ist übrig von ihnen außer der Leere in den beiden Felsnischen? Diese Frage beantwortet Christian Frei mit seinem Film „The Giant Buddhas“ auf literarische Weise und legt damit eine Dokumentation über ein Ereignis weltpolitischen Ausmaßes vor. Ein poetisches Loblied auf die Meinungs-, Religions- und Kulturvielfalt.
Metropolis Dec 15.2005
Diese Annäherung an das Bamiyan-Tal ist so viel mehr als eine Nachrede auf zwei geschändete Monumente, mehr als eine überaus kunstvolle Recherche. Christian Frei kann erzählen. Die Nischen füllt er mit Erinnerung. Am Ende der optisch opulen- ten Kino-Meditation sind die Buddhas lebendiger denn je.
ARTE-Magazin Dec 17.2005
"The Giant Buddhas" ist eine poetische Parabel über die Kräfte, die dem Terror wider- stehen.
Independent Pictures (Walter Gasperi) Sep 22.2005
Mit jedem neuen Schauplatz wird dabei auch ein neuer inhaltlicher Aspekt ange- schnitten. Frei erscheint dabei selbst als Archäologe, der nachspürt, Bilder und Archiv- material sammelt und in mühsamer Kleinarbeit Zusammenhänge und Hintergründe aufdeckt. Statt fertige Antworten zu liefern, bietet der durch seine Vielschichtigkeit, seine präzisen Einblicke in fremde Kulturen und atemberaubende Landschafts- aufnahmen gleichermaßen spannende wie poetische Essayfilm eine Fülle an Gedankenanstößen.
Film Medien Tipp Jan 01.1970
Angefüllt mit Informationen und doch in geradezu beschaulichem Stil kreist der Film um nichts weniger als Schönheit, Wahrheit und Vergänglichkeit.
Cinema Jahrbuch Jan 01.1970
Nach seinem Welterfolg "War Photographer" (2001), der für den Oscar nominiert wurde, wagt sich Christian Frei in seinem neusten Film an ein nicht minder spektakuläres Thema: die von den Taliban 2001 gesprengten Buddhastatuen im afghanischen Bamian-Tal. Dafür wählte der Filmemacher eine essayistische Form, in der er historische Recherche mit subjektivem Erlebnisbericht und ethnografische Reise mit journalistischer Reportage vereinte.

Entstanden ist eine facettenreiche und mäandrierende Erzählung rund um Kultur, Geschichte und Politik. Ohne Partei zu nehmen, gibt "The Giant Buddhas" mit seiner ausschweifenden Form einer Vielzahl von Gesichtspunkten Raum und bietet so eine anregende Plattform für eine über den Film hinausgehende Auseinandersetzung um die Bedeutung und die Rekonstruktion von Kulturdenkmälern.
Internationale Jury Leipzig (Silberne Taube) Oct 09.2005
Der Filmemacher hat ein politisch sensibles und höchst symbolisches Nachrichtenereignis aufgegriffen und eine nachdenkliche, gut recherchierte und wunderbar gefilmte Analyse der Komplexität des Problems und der kulturellen Perspektiven gegeben, die hinter solchen Fernsehnachrichten stehen.
Tages-Anzeiger Sep 23.2005
Es sind nicht nur spektakuläre Aufnahmen, die die dokumentarische Qualität von "The Giant Buddhas" ausmachen. Dahinter entdeckte Christian Frei die lebendige Tragödie.

Um den unaufgeregten Hinweis, dass doch nicht nur Kunstwerke, sondern auch Menschen zu beklagen wären, zieht Frei dann seine Kreise in der Geschichte der Buddhas von Bamiyan: mit langem Atem, als ein unpolemischer Sammler von Widersprüchen, Absurditäten und - auch das - Hoffnungen.

Christian Frei beherrscht hervorragend das grosse Format des weltläufigen historischen Dokumentarfilms.

Die Gelassenheit des Berichts erfährt ein paar melodramatische Irritationen. Aber kein hoher Anspruch ohne formales Risiko. Und was irritiert, beschädigt doch nicht den sonst souverän verwalteten Informationsreichtum und die wirkliche Schönheit dieses Films.
ETH Life - Webzeitung der ETH Zürich Sep 22.2005
Die verschiedenen Erzählperspektiven erzeugen Spannung und ziehen den Zuschauer in den Bann. Gekoppelt mit atemberaubenden Naturbildern, historischen Informationen und einer Prise Humor, die durch Bilder spricht, hat der Schweizer Christian Frei nach seinem Oskar nominierten Film „War Photographer“ ein weiteres Meisterwerk geschaffen.
P.S. Sep 22.2005
Das Erfolgsduo Christian Frei (Regie) und Peter Indergand (Kamera), das vom Film "War Photographer" her breiten Kreisen bekannt ist, nahm sich ein halbes Jahr Zeit, um den Geschichten rund um die beiden Buddha-Statuen nachzugehen, und sie fördern im Film "The Giant Buddhas" Erstaunliches zutage.
Neue Luzerner Zeitung Sep 22.2005
Christian Frei liefert einen spannenden und nachdenklich stimmenden Beitrag zur Debatte der Zeit, ohne das Wort "Terrorismus" überzustrapazieren. Wenn er mit seinem Film anklagt, dann subtil und ohne konkrete Adressaten. Poesie ist mitunter sein Ausdrucksmittel, dazu trägt Kameramann Peter Indergand mit Aufnahmen von mythischer Kraft bei.
Der Bund Sep 21.2005
Ein hochaktuelles Thema... ein facettenreiches und ambitioniertes Essay... eine filmische Trauerarbeit... mit erlesen schönen Bildern.
TELE Sep 21.2005
Frei geht mit engagierter Neugier an das Thema heran. Sein Film ist bildgewaltig und assoziativ... ein unterhaltsamer Mix zwischen einem persönlichen Reisetagebuch und einem Essay. Teilweise tief bewegend.
Coop Zeitung Sep 21.2005
Christian Frei versteht es, mehrere Erzählstränge geschickt miteinander zu verknüpfen und mit wunderbaren Bildern Betroffenheit und Faszination zugleich auszulösen.
FILM DEMNÄCHST Sep 01.2005
Das neue Meisterwerk des Regisseurs von "War Photographer", der für den OSCAR als bester Dokumentarfilm nominiert war.
TIME Magazine (USA) Sep 15.2005
„Eine zurückhaltende, zen-artige Reflexion über den Bildersturm der Taliban. Bewegend, elegant und tiefsinnig.“
THE NATIONAL POST (Kanada) Sep 15.2005
“Ambitionierte Dokumentarfilme erleben in letzter Zeit ein goldenes Zeitalter. Und ‚The Giant Buddhas’ gehört in diese Reihe. Der Film führt uns an einen faszinierenden Kreuzpunkt von Politik, Religion und Kultur. Er reicht von Horror bis Komik und liefert überraschende, frische Informationen, wie ich das nie zuvor in einem Dokumentarfilm erlebt habe.“
THE GLOBE AND MAIL (Kanada) Sep 15.2005
“Ein fesselnder, wunderschön fotografierter Film!”
Corriere del Ticino Aug 10.2005
Grosser Applaus für den eindrücklichen Dokumentarfilm von Christian Frei, dem begabten bildnerischen Erzähler.

Die Buddhas hinterlassen nicht nur eine materielle Leere.

Dem Regisseur ist es gelungen, ohne Rhetorik oder belehrende Attitüden, aber in einem Ton, der Solidarität und Empörung weckt, zu beweisen, dass die Buddha-Statuen ein enorm wichtiges Gesamtkulturgut waren. Ein Bindeglied zur eigenen Vergangenheit, ein Zeugnis für die Identität des afghanischen Volks. Ein Symbol für die Beständigkeit der Geschichte in der Toleranz gegenüber den verschiedenen Kulturen, die sich in dieser Gegend abwechselnd niedergelassen hatten. Ein Schutzwall an einer historischen Kreuzung, wo unter den Pilgern, die entlang der Seidenstrasse wanderten, in den riesigen prähistorischen Tempelanlagen mit ihren Altarräumen, ihren einst von Tausenden von Mönchen bewohnten Höhlengrotten, den Felstreppen, Durchgängen, Statuen und Fresken ein reger Waren-, Erfahrungs- und Kulturaustausch stattfand.
Bieler Tagblatt Aug 15.2005
Bilanz des Filmfestivals Locarno:

Die wirklich herausragenden Filme liefen ausserhalb des Wettbewerbs: Zum Beispiel Christian Freis Dokumentation "The Giant Buddhas".
Programm Zeitung Sep 01.2005
Der Film verknüpft diverse Handlungsebenen zu einem narrativ überzeugenden Plädoyer für das Erklären des Unerklärlichen.

Kein geringes Unterfangen, diese Stränge plausibel zusammenzuführen, einen dramaturgischen Bogen zu schlagen, filmische Spannung aufrechtzuerhalten. Sowie die Würde vor dem spirituell-religiösen Ganzen und den Respekt angesichts der politischen Brisanz zu wahren. Frei gelingt dieser Spagat dank seiner durch professionelle Routine gefestigten, unverwechselbaren intellektuellen Emotionalität. Die fein dosierten, einprägsamen Bilder Peter Indergands und der treffliche Einsatz von Musik von Philip Glass, Jan Garbarek, Steve Kuhn oder Arvo Pärt vervollständigen das Bild.

‹The Giant Buddhas› ist ein Film, der ohne Buddhismus-Verklärung auskommt und gerade darum den spirituellen Kern der buddhistischen Sehnsucht nach existenziellem Glück beleuchtet: Die grabeskalten Bilder der ausgebombten Buddha-Höhle werden am Ende zu Zeichen der Zuversicht: ‹The Giant Buddhas› zeigt ohne oberlehrerhafte Attitüden exemplarisch, wie Fanatismus zwar Böses ruft, aber auch Platz schafft für neue Hoffnung.

Nicht nur im Tal der geschändeten Buddhas von Bamiyan.

Il Manifesto Aug 10.2005
Szenenapplaus und Ergriffenheit während der Präsentation des ausserordentlichen Films "The Giant Buddhas" des Schweizers Christian Frei in Locarno.
Der Landbote Aug 10.2005
Ein Film gegen die Leere, das ist Christian Freis neuer Dokumentarfilm "The Giant Buddhas" (...) und wie in "War Photographer" führt der Regisseur in ein Gebiet, wo es um Bildverlust und Bildergewinnung geht.

"The Giant Buddhas" ist ein Manifest gegen den Verlust einer Kultur, die immer auich das Nebeneinander in einer Gemeinschaft bedeutet.
HOSPODARSKE NOVINY Aug 15.2005
(grösste tschechische Zeitung)

Das wichtigste Filmereignis des Locarno Festivals 2005 war die Weltpremiere von Christian Frei's Dokumentarfilm "The Giant Buddhas".
Kultur-Online Aug 15.2005
Der Filmemacher erscheint dabei selbst als Archäologe, der nachspürt, Bilder sammelt und in mühsamer Kleinarbeit Zusammenhänge und Hintergründe aufdeckt. Gleichzeitig berichtet Frei in Briefen - eine Form, die ebenso wie die Vielfalt der Eindrücke und Themen an Chris Markers »Sans Soleil« erinnert - der aus Afghanistan geflohenen Nelofer Pazira von seinen Recherchen. Antworten bietet der durch seinen inhaltlichen Reichtum, seine präzisen Einblicke in fremde Kulturen und atemberaubende Landschaftsaufnahmen spannende »The Giant Buddhas« keine, regt aber gerade durch seine Fülle und durch das Anschneiden unterschiedlichster Aspekte zum Nachdenken an.
L'Hebdo Aug 11.2005
Poetisch und engagiert. Grossartig!
SonntagsZeitung Jul 31.2005
Drama um Steinkolosse mit Sprengstoff.
cineman.ch (Christof Ulrich) Aug 15.2005
Nach der phänomenalen Hautnahdoku über den Kriegsfotografen James Nachtwey doppelt Christian Frei mit seiner Abenteurerdoku über die von den Taliban zerstörten Buddha-Riesenstatuen auf hohem Niveau nach.

Dem Tüchtigen hilft das Glück, möchte man die sensationellen Funde kommentieren, die Frei im Laufe seiner zähen Bemühungen, den Dingen auf den Grund zu gehen, gelingen. Sein frisches Material präsentiert er geschickt und reichert es mit Archivmaterial an, um einen Eindruck des unwiderbringlichen Verlusts zu vermitteln und das Paradoxon aufzulösen, dass die zentralen Stücke des Filmthemas nicht mehr existieren. So wird dieser Film über eine Lücke zu einem kulturellen Abenteuer, das uns den Schmerz über diesen Kulturverlust eindringlich erfahren lässt, das uns aber mit seinen wunderbaren Bildern ein wenig tröstet und mit den wohldosierten Informationen ein bisschen klüger macht.
Basler Zeitung Aug 13.2005
Freis Bilder sind ebenso gewaltig wie sein Gegenstand.

"The Giant Buddhas" ist auf jeden Fall sehenswert.
Filmbulletin Aug 14.2005
Die Qualität von Freis Film liegt nicht zuletzt in der Art und Weise, mit der er die Fülle von Material, die ihm nach aufwendigen Recherchen zur Verfügung stand, bildhaft umgesetzt hat.

Ein Film mit einer zuweilen fast kriminalistischen Spannung.
Katholische Internationale Nachrichtenagentur Aug 12.2005
Immer wieder klingen Themen an wie Vielfalt der Kulturen und Toleranz. Das Publikum muss miterleben, wie die Folgen von Krieg und Hass in kurzer Zeit Schätze zerstörten, die Tausende von Jahren überdauert hatten. Ein sehr ruhiger und gleichzeitig erschütternder Dokumentarfilm.
Tessiner Zeitung Aug 11.2005
Frei entwickelt verschiedene Erzählstränge, in denen er in wunderschönen Bildern die Geschichte und Bedeutung der Fels-Buddhas aufzeigt: Wer etwas lernen will, soll ins Kino.
Mittelland Zeitung Aug 10.2005
Ein poetisches Werk, eine mehrschichtige filmische Reflexion. (...) Die stärksten Momente hat "The Giant Buddhas", wenn er sich an den Schriften des chinesischen Mönchs Xuanzang orientiert, der im 7. Jahrhundert einen "Bericht über die westlichen Ländern verfasste". (...) In diesen Szenen ist es, als ob sich ein Fremder auf die Spuren eines anderen Fremden geheftet hätte, um mit seinen Augen noch einmal die immer verlorene Faszination der Steinkolosse zu erleben.
Blick Aug 10.2005
Christian Frei hat ein einmaliges Gespür für brisante, relevante Themen.
Tages Anzeiger Aug 11.2005
"The Giant Buddhas" ist ein Film, der es mit der Riesenleinwand der Piazza wohl hätte aufnehmen können. (...) Die Buddhas von Bamiyan - ihre Vergangenheit, ihre Vernichtung und die unbeendete Debatte um ihre Rekonstruktion - werden da zum Zeichen für dogmatische Bilderstürmerei, aber auch zum traurigen Symbol der kulturellen Missverständnisse, die Leben und Identitäten kosten. (...) Frei tut das nicht im Ton der Empörung, sondern, dramaturgisch wirkungsvoller, gewissermassen als gelassener Forscher, der Widersprüche am Wegrand aufsammelt.
Katalog Locarno Filmfestival Aug 03.2005
Vor dem Hintergrund der eindrücklichen Landschaft fragt der Filmemacher unvoreingenommen nach der Beziehung des Menschen zu seiner Geschichte, seiner geistigen Welt, zu Gewalt und Terror. Nicht das Drama steht für ihn im Zentrum, sondern das, was seine Gesprächspartner über das Leben und die Gefühle denken, über Zweifel, Trauer, Angst und Hoffnung. Die zerstörten Statuen dienen ihm dabei als Ausgangspunkt für eine umfassendere Reflexion.